


Radiologie
Die Röntgenabteilung des Kreiskrankenhauses wurde in den letzten beiden Jahren umfassend erneuert und mit modernster Technik ausgestattet.
So ist es möglich, sämtliche Röntgenaufnahmen mit speziellen Speicherkassetten bei geringster Strahlenbelastung in bester Qualität und Detailauflösung anzufertigen.
Die diagnostischen Möglichkeiten sind erheblich erweitert worden. Ein Unfallarbeitsplatz in unmittelbarer Nähe der Notfallambulanz garantiert eine rasche Diagnostik auch schwerkranker Patienten.
Ein 16- Zeilen-Computertomograph ermöglicht die Untersuchungen nach modernsten Standards. Spezielle Untersuchungsprogramme einschließlich 3-dimensionaler Nachbearbeitung bieten optimale Voraussetzungen und interventionelle Möglichkeiten wie Schmerztherapien, Punktionen und Drainagen.
Ziel unserer Arbeit ist es, Ihre behandelnden Ärzte bei der Diagnosefindung und Behandlung durch unser Wissen und Können zu unterstützen. Dazu steht ein Team aus fachkundigen Ärzten unter Leitung von Herrn Chefarzt Dr. Starke und motivierte und erfahrene Medizinisch-technischen Röntgenassistenten bereit.
Alle unsere Arbeitsräume sind geräumig und mit Umkleidekabinen und Toiletten ausgerüstet. Dadurch sind optimale Untersuchungsbedingungen auch für gehbehinderte Patienten gegeben.
Die Mitarbeiter unserer Abteilung sind durch die moderne Technik, regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen qualifiziert, die radiologischen Untersuchungen gezielt, schonend und einfühlsam durchzuführen.
Der Strahlenschutz und geringst mögliche Strahlendosis sind bei uns Selbstverständlichkeit.
Unsere Arbeitsgebiete
(in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Stationen und Medizinischen Abteilungen)
- Konventionelle Röntgenuntersuchungen
- Computertomographie (CT)
- Angiographie (DSA)
- Digitale Durchleuchtungen
- Phlebographie
Interventionen
- Computertomografisch gestützte Gewebsentnahmen (Punktionen/Biopsien) und Drainagen
- CT-gestützte Schmerztherapie (Sympathikolyse bei peripherer-arterieller Verschlusskrankheit; PRT bei chronischen Nervenirritationen entlang der Wirbelsäule; Fazettgelenkblockade bei chronischen Beschwerden der Wirbelsäule)(CT)
- Angiografische Wiedereröffnung kurzstreckig verengter bzw. verschlossener Gefäße mittels Ballonerweiterung (PTA), Stentung und Thrombolyse
Näher erklärt :
Die PRT (periradikuläre Therapie) - Linderung für Schmerzpatienten
Was ist periradikuläre Therapie ?
Bei der periradikulären Therapie wird eine dünne Injektionsnadel unter computertomografischer Kontrolle nahe an eine Nervenwurzel im Bereich
der Wirbelsäule geführt (Radix = Wurzel) oder an degenerativ veränderte oder blockierte Wirbelgelenke (Facettgelenke).
Dort kann man unter computertomograhischer Kontrolle gezielt Medikamente einbringen, durch die Schmerzzustände gelindert oder beseitigt werden.
Verlauf der Schmerzbehandlung:
Nach erfolgter Diagnostik (MRT,CT) und einem ausführlichen Aufklärungsgespräch wird vom Chefarzt die genaue Schmerzursache ermittelt. Der
Patient wird in Bauchlage auf dem Untersuchungstisch im CT gelagert. Dort werden mittels Navigationspunkten die genaue Einstichstelle,
Stichtiefe und -winkel ermittelt und über Laserkontrolle auf die Haut übertragen. Steriles Arbeiten ist selbstverständlich.
Mit einem örtlichen Betäubungsmittel wird die eigentliche Injektion vorbereitet, so dass diese Behandlung fast schmerzfrei ist.
An den markierten Stellen werden vorsichtig die Injektionsnadeln an die schmerzenden Stellen geschoben, wobei unter coputertomographischer
Kontrolle genauestes Plazieren möglich ist.
Durch den Computertomograph ist es uns garantiert möglich eine millimeter- und zielgenaue Planung
und Steuerung der Injektion durchzuführen.
Es wird damit kontrolliert, dass keine Nerven oder Blutgefäße verletzt werden und das Schmerzmedikament
an den optimale Platz gelangt.
Danach werden die Schmerzmedikamente an die Nervenwurzel oder die Facettgelenke gespritzt und der Patient spürt
bereits erste Linderung.
Die Schmerztherapie dauert etwa 20- 30 Minuten.
Die Therapie ist durch die örtliche Betäubung nahezu schmerzfrei.
Wir behandeln seit mehreren Jahren erfolgreich unsere Patienten und 80-90% aller Patienten erreichen eine dauerhafte Schmerzfreiheit.
Was wird injiziert ?
Zur Behandlung der gereizten Nervenwurzel werden ein örtliches Betäubungsmittel und ein Cortisonpräparat verabreicht.
Risiken und Nebenwirkungen:
Theoretisch sind Verletzungen der Nervenwurzel und Blutungen möglich. Diese Komplikationen sind aber durch die sorgfältige Kontrolle der Injektion
im CT in der Hand eines geübten Therapeuten nahezu ausgeschlossen. Diese Komplikationen sollten aber nicht unerwähnt bleiben.
Wie bei jeder Injektion ist die Gefahr von Entzündungen und allergischen Reaktionen auf die Medikamente zu erwähnen.
Infektionen sind meist Folge unsauberen Arbeitens, es kann aber auch eine gestörte Immunabwehr eine Rolle spielen.
Wir versuchen durch sorgfältige Desinfektion, steriles und besonnenes Arbeiten und Verwenden von Einmalmaterialien dieses Risiko
geringst möglich zu halten.
Für eventuelle allergische Reaktionen stehen sofort unsere gesamten Notfallmedikamente griffbereit.
Insgesamt sind Komplikationen extrem selten.
Nach der Injektion kann es kurzzeitig zu Taubheitsgefühlen oder Schwäche im
betroffenen Gebiet ( Bein ) kommen. Dies ist ein Effekt unseres Betäubungsmittels, der rasch wieder verschwindet.
Dennoch sollte man danach nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
Der Patient kann trotz Schäden an der Wirbelsäule oder Bandscheibe schmerzfrei leben, arbeiten und Sport treiben.
Eine risikobehaftete Operation kann in der Regel vermieden werden.
Auch vor geplanten Operationen an Knie- oder Hüftgelenken konnten wir unseren Patienten mittels der Schmerztherapie helfen,
schneller in eine aktive Rehabilitation zu gelangen. Optimale Ergebnisse lassen sich noch durch die Verbindung mit Krankengymnastik und
anderen Maßnahmen erzielen und so zu einer langfristigen Behebung der eigentlichen Ursachen der Beschwerden führen.
Für Kontakte wenden Sie sich bitte an:
Sekretariat Chefarzt Prof. Schmoz/ Chirurgie, Telefon 037602 - 8 13 11
Sekretariat Chefarzt Dr. Starke / Radiologie , Telefon 037602 - 8 1410